So sind gefälschte Schreiben im Namen des BMF mit dem Titel „Formal Notice of Final Statutory Tax Clearance Requi-rement and Reinstatement Assurance“ im Umlauf, in denen Verbraucher aufgefordert werden, einen Betrag von 550 € zu zahlen. Mit dem Geldbetrag sollen Betroffene eine angeb-liche Sperrung ihres Bankkontos aufheben können. Das Schreiben ist mit gefälschten Unterschriften des Bundesfi-nanzministers, Lars Klingbeil, und des Parlamentarischen Staatssekretärs Dennis Rohde versehen. 

In diesem Zusammenhang bittet die Bundesanstalt für Fi-nanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) alle Betroffenen, derar-tige Angebote oder Aufforderungen abzulehnen und An-zeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. 

Außerdem tauchen wiederholt Schreiben auf, in denen der Bundesfinanzminister angeblich Anlagemöglichkeiten bewirbt. Diese Schreiben sind grundsätzlich Fälschungen. 

Ferner werden Bürger in gefälschten E-Mails unter dem Vor-wand, dass Rückerstattungen nicht zugestellt werden konn-ten, zur Kontaktaufnahme und in der Folge zu Geldzahlun-gen aufgefordert. Das BMF rät, nicht auf diese E-Mails zu reagieren. In Zweifelsfällen könnten sich Betroffene über das Kontaktformular unter https://www.bundesfinanzministe-rium.de/Web/DE/Service/Kontakt/Kontaktformular/kontakt-formular.html an das BMF wenden. 

Weitere Warnhinweise 

Derzeit werden Bankverbindungen der Bundeskasse miss-bräuchlich verwendet und für betrügerische Aktivitäten genutzt. Bürger werden im Zusammenhang mit Trading-Aktivitäten von privaten Unternehmen aufgefordert, eine Zahlung zugunsten der Bundeskasse unter Verwendung einer Bank-verbindung der Bundeskasse zu leisten. Die Bundeskasse steht in keinem Zusammenhang mit diesen Aktivitäten, Zah-lungen sollten nicht geleistet werden. 

Zudem werden aktuell im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) verschiedene Schreiben versendet, in denen Verspätungszuschläge, Bearbeitungsgebühren oder Kostenbescheide zur Offenlegungspflicht versendet werden. Auch bei diesen Schreiben handelt es sich um Fälschungen. Hierzu hat das BZSt Hinweise auf seiner Homepage veröf-fentlicht, die ständig aktualisiert werden: https://www.bzst.de/DE/Service/Betrug/warnung_betrugs-versuche_node.html. 

Ebenfalls warnt das BMF vor einer Betrugsmasche im Zu-sammenhang mit dem Handel mit Kryptowährungen: In diesen Fällen haben Bürger bei vermeintlichen Kryptobörsen im Internet Beträge investiert. Im Anschluss wird ein größe-rer Gewinn in Aussicht gestellt, für dessen Auszahlung eine Gebühr (z. B. an die AMLA) entrichtet werden soll. Hier be-ginnt der Betrug bereits bei der vermeintlichen Kryptobörse. Wenn Sie in Kryptowährungen investieren wollen, empfiehlt das BMF dringend, den Anbieter auf seine Seriosität zu überprüfen. Wenden Sie sich gegebenenfalls an Ihre Haus-bank oder die BaFin mit der Bitte um eine Einschätzung. 

Generell warnt die Polizei: Immer wieder sind Betrüger da-rauf aus, Gebühren oder Steuern (z. B. für ein angebliches Erbe oder einen Kryptogewinn) im Namen des BMF oder an-derer internationaler Institutionen wie den Internationalen Währungsfonds (IWF/IMF), der Europäischen Zentralbank oder der Anti-Money Laundering Authority (AMLA) anzufor-dern. Beachten Sie unbedingt folgende Hinweise, wenn Sie vermeintliche Schreiben dieser Art erhalten: 

Keine der genannten Behörden/Institutionen erhebt Ge-bühren bei den Bürgern, oder setzt Steuern fest. Es gehört nicht zu deren Aufgaben. Einzig die Finanzämter setzen Steuern fest. Dies erfolgt in der Regel immer auf dem Postweg. 

Keine der genannten Behörden/Institutionen versendet von sich aus SMS oder WhatsApp-Nachrichten, beziehungs-weise E-Mails an Bürger. 

Sollten Zweifel bestehen, kann das BMF kontaktiert wer-den. Sie können sich auch an die örtliche Polizeidienst-stelle wenden. Dies sollten Sie insbesondere dann tun, wenn Sie bereits irgendwelche Zahlungen geleistet haben. 

Hinweise: Informationen zum Thema „Phishing“ stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereit: https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Verbraucherinnen-und-Verbraucher/Cyber-Sicherheitslage/Methoden-der-Cy-ber-Kriminalitaet/Spam-Phishing-Co/Passwortdiebstahl-durch-Phishing/Wie-erkenne-ich-Phishing-in-E-Mails-und-auf-Webseiten/wie-erkenne-ich-phishing-in-e-mails-und-auf-webseiten_node.html). Aktuelle Warnungen und Mel-dungen zu Bank-, Finanzdienstleistungs- und Versiche-rungsgeschäften für Verbraucher finden Sie auf der folgen-den Internetseite der Bafin: https://www.bafin.de/DE/ver-braucherinnen-verbraucher/news-warnungen/news-war-nungen_node.